/ Woodworking

Wo gesägt wird, fallen Späne

Hier und da steht bei mir ja auch ein DIY-Projekt an - meistens Holz, manchmal Metall. Nun ist es ja eher suboptimal, wenn bei jedem Schnitt mit der Kreissäge die Lötstation voller Späne ist, also brauchte ich über kurz oder lang eine separate Holz-/Metall-Werkstatt.

Nachdem ich dann auch endlich meine Eltern dazu gebracht hatte, dass sie eine Garage dem guten Zweck opferten, konnte es also losgehen - YEAH!

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Prinzipiell ist es eine super Sache, dass die Garage eine Seitentür hat, nur war diese für meine Planung leider etwas zu nah an der Rückwand, so dass ich meine Werkbank nicht über die volle Breite in meiner Wunschtiefe von 60cm bauen konnte - naja, sei's drum.

Und los geht's!

Erstmal zum Baumarkt meines Vertrauens und Holz in rauen Mengen besorgt, Pläne hatte ich ja vorher schon im Kopf.

Zuhause angekommen ging es dann erstmal an die Unterkonstruktion für die Arbeitsplatte. Letztere sollte ja eigentlich 60cm tief sein, wegen der Tür musste ich mir aber etwas überlegen: Werkbank kürzer? Nicht so tief? Abgeschrägt!
Nachdem ich also die Lösung gefunden hatte, musste ich mir etwas für die Unterkonstruktion überlegen. Das Ergebnis fand ich dann gar nicht so schlecht.

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Darauf sollte dann später die Platte verschraubt werden. Dazu musste das Ganze aber noch auf die spätere Arbeitshöhe, also Pfosten sägen und drunter schrauben, Querstreben rein und verschrauben, Pfosten für die Rückwand nicht vergessen und und und...

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Man sieht's auf dem Bild schon etwas: Diagonalen. Die waren extrem wichtig, da unsere Garage keine hundertprozentigen 90°-Ecken hat, weder zwischen zwei Wänden, noch zwischen Wand und Boden. Autos war diese Tatsache vollkommen egal, meiner Werkbank nicht, also mussten die Diagonalen dafür sorgen, dass alles gerade blieb.

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Nachdem das Grundgerüst dann soweit fertig (und vor allem stabil!) war, kam Arbeitsplatte, Ablage-Böden und Rückwand. Letztere sollte nur oberhalb der Arbeitsplatte dazu dienen, mein Handwerkzeug zu sortieren, ohne für jede Halterung in's Mauerwerk bohren zu müssen. Unterhalb würde sie mir allerdings Stauraum-Tiefe rauben.

I <3 screws!

Wer sich über die vielen Schrauben der Rückwand wundert, aus statischen Gründen hätten deutlich weniger gereicht, so finde ich's aber schöner.

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Anschließend kamen die Türen dran. Wieder ging's ans Sägen, dann Grifflöcher ausbohren, Kanten fräsen, Scharniere dran und montieren. Hat alles soweit auch ganz gut geklappt, demnächst muss ich lediglich den Spalt zwischen den Türen nochmal bearbeiten, damit dieser wenige Millimeter breiter wird und nichts mehr schleift.

Ordnung? Ordnung!

Achja, zwischendurch kam noch ein Regalsystem an die linke Wand, um das Holz zu lagern, das ich nicht ganz gebraucht habe.

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So unterm Strich glaube ich, das Ganze kann sich einigermaßen sehen lassen. Geplant sind aktuell noch einige Erweiterungen, wie beispielsweise ein Fräsentisch und ein Sägentisch (leider erstmal nur mit Kapp- und nicht Tisch-Kreissäge...) - alles natürlich auf gleicher Höhe, um auch größere Holzstücke handhaben zu können. Mal schau'n was da draus wird, für den Moment ist es aber schonmal eine unfassbare Verbesserung der Situation.

So, das war's erstmal.

In diesem Sinne, bis dann!