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keep calm and enjoy

Es ist zwar schon etwas länger her, aber ich hatte mir diesen Bericht fest vorgenommen. Also, hier ist er:

Die Koch-Neulinge unter euch werden das Problem kennen: Man hat gekocht und möchte das Essen mit der Pfanne auf den Tisch stellen, hat aber blöderweise noch keinen Untersetzer gekauft. Also wird natürlich direkt beim Online-Händler des Vertrauens nach einem solchen Küchenhelfer gesucht - leider ohne Erfolg. Die angebotenen passen einfach nicht zu dem vorhandenen Inventar.

Macht nichts - ist ja schnell gebastelt

Etwas Holz hatte ich noch zuhause und eine grobe Vorstellung des Ganzen schwirrte auch irgendwo in meinem Kopf herum. Am Ende hatte ich mir vier Stückchen 30x4x1 cm und zwei 21x3x2 cm zusammengesägt und diese miteinander verschraubt. Das Ergebnis wirkte zwar noch etwas kahl, erfüllte aber seinen Zweck. Selbstverständlich hab ich auch noch ein Bild für euch:

Erfüllt seinen Zweck

Lasset die Spiele beginnen

Natürlich konnte ich meine Untersetzer nicht so lassen, also setzte ich mich an meine Computer und spielte etwas im Layout-Programm herum, bis ich mit der Vorlage einigermaßen zufrieden war. Da ich den Untersetzer praktischerweise im DIN-A4-Format gebaut hatte, konnte ich die Vorlage ganz einfach ausdrucken.

(Falls sich jemand für die Schriftart interessieren sollte: Ich hab' diese benutzt.)

Vorlage auf A4

Um die Schrift auf das Holz zu bekommen, musste ich diese dann auf der Rückseite des Papiers mit Bleistift nachzeichnen. Das ging ganz gut, da das Papier selbst nicht allzu dick war und die Tinte sehr gut durchdruckte. Durch das Nachzeichen erhält man ja automatisch die Spiegelung der Schrift und das Graphit des Bleistifts bleibt später prima am Holz haften. Man sollte aber nicht zu sparsam mit dem Bleistift umgehen!

Nachzeichnung mit Bleistift

Dann kann das Blatt mit dem Bleistift nach unten (und der Tinte nach oben) auf den Untersetzer gelegt werden. Dann noch kräftig das Graphit durch das Papier auf das Holz drücken und schon ist die Schrift auf das Holz gewandert.

(Ich hab' die einzelnen Zeilen übrigens nacheinander gemacht)

Schrift auf dem Holz

Nachdem ich dann alle Zeilen übertragen hatte, sah das Ergebnis dann so aus:

Komplett übertragen

Es wird heiß

Weil ich aber Angst hatte, dass die ganze Arbeit nach dem ersten abgestellten Topf hinüber ist, entschloss ich mich noch, die Konturen der Schrift in das Holz einzubrennen. Dazu kam der neue Gaslötkolben mit Schneideklinge gerade recht. Den hatte ich zwar eigentlich als Fehlkauf eingestuft, weil er zum Mitnehmen im Toolcase - dafür hatte ich ihn eigentlich gekauft - einfach zu groß war, aber hierfür war er nahezu perfekt.

Gaslötkolben mit Schneideklinge

Fertig! Das Einbrennen war dann aber doch etwas mehr Arbeit, als ich eigentlich dachte. Ich war aber der Meinung, dass es sich dennoch lohnte.

Fertig!
Alles in Allem hab' ich jetzt jedenfalls einen vernünftigen Untersetzer für heiße Pfannen und Töpfe, bei dem ich weiß, wo er herkommt. Das hat doch auch was für sich, oder?

In diesem Sinne, bis dann!